In Dresden und München geht es um viel

Sieben der acht Teams, die im September um die Finaltickets kämpfen werden, stehen fest. Am 12. Oktober wird in der Frankfurter Commerzbank-Arena im German Bowl XLI der 41. deutsche Football-Meister gekürt, an den letzten zwei GFL-Punktspieltagen fallen die letzten Entscheidungen darüber, wer von welcher Ausgangsposition ins Rennen geht. Offen im Norden ist noch, in welcher Reihenfolge Hildesheim, Dresden und Berlin die Ränge zwei bis vier belegen werden. Im Süden ist Platz vier noch zu vergeben – und der achte und letzte Rang, der zum Gang in die Relegation verdammt.

Zweiter im Norden und damit vierter Viertelfinalgastgeber neben Schwäbisch Hall, Braunschweig und Frankfurt können noch die Hildesheim Invaders und die Dresden Monarchs werden. Klar also, dass am vorletzten Spieltag gleich das erste Spiel des Samstags besonders hervorsticht, in dem die beiden in Dresden direkt gegeneinander spielen. Auch optisch soll die Partie besondere Akzente setzen, die Dresden Monarchs haben die Begegnung zu einem „White Out Game“ erklärt und ihre Fans aufgefordert, ganz in weiß gekleidet ins Stadion zu kommen. Diese Tradition des US-Sports hatte einst zunächst in Winnipeg in der Eishockey-NHL Glück in Playoff-Spielen bringen sollen. Später übernahmen die Penn State Nittany Lions sie einmal jährlich für eines ihrer Spiele im College Football, in Deutschland haben unter anderem die Kiel Baltic Hurricanes schon an diese Tradition angeknüpft.

Für die Dresdener ist es das erste Mal, ob es gegen die Hildesheimer helfen wird, muss sich erweisen. Die Invaders haben ihre beiden letzten Partien verloren, nicht nur gegen den inzwischen feststehenden Gruppensieger aus Braunschweig, sondern auch letzte Woche in Köln. Quarterback Casey Therriault, der sich in der Partie gegen die New Yorker Lions verletzt hatte, fehlte in Köln, ebenso wie der gesperrte Receiver Nate Morris. Dresden selbst hat eine eher kräftezehrende Partie in Berlin vom letzten Wochenende in den Knochen. Und während in der ersten Hälfte der eigentliche Stamm-Quarterback Zack Greenlee wie schon in Braunschweig seinen Angriff trotz vieler Anläufe zu keinem Touchdown führen konnte, machte nach der Pause sein Ersatzmann Glen Cuielette die bessere Figur, auch wenn es am Ende nicht mehr zum Sieg reichte. Gut möglich also, dass es auch während des Spiels besondere personelle Konstellationen sein könnten, die die Entscheidung bringen. Fest steht: Gewinnt Hildesheim, ist den Invaders Platz zwei und das Viertelfinalheimspiel sicher. Sonst ist die Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagt, wenn Dresden sein letztes Heimspiel gegen Berlin hat.

Die Angst vor der Abstiegsrelegation im Süden

In München wird nichts mehr vertagt – jetzt gilt es. Die Cowboys stehen in ihrem letzten Heimspiel vor der Aufgabe, den Ingolstadt Dukes mindestens ein Remis abzutrotzen. Nur dann bliebe die Partie am Samstag tatsächlich ihr letztes Heimspiel des Jahres. Nach einer Niederlage müssten die Münchner im Jahr ihres 40-jährigen Bestehens nämlich in die Abstiegsrelegation. Seit Wochen zeichnet sich ab, dass es für das Gründungsmitglied der Bundesliga auf dieses eine Spiel ankommen wird, und die Münchner haben einige Führungsspieler zuletzt im Hinblick darauf geschont – allen voran Quarterback Brady Bolles, der in den ersten zehn Spielen der Saison im Schnitt die zweitmeisten Yards Raumgewinn der GFL mit seinen Pässen erspielte. Auch letzte Woche im Hinspiel in Ingolstadt ging München noch nicht aufs Ganze und verlor mit 11:28.

Nun wird man alle Karten aufdecken müssen. Und schwer bleibt die Aufgabe auch für ein Münchner Team in Bestbesetzung: Die Ingolstädter haben vier ihrer letzten fünf Spiele gewonnen. Davor haderten sie mit viel Verletzungspech, seither entfalten sie wohl eher ihr eigentliches Potenzial. Und das kann sie noch auf Rang vier katapultieren. Denn auch ihnen winkt noch die Chance auf ein wirklich spektakuläres letztes Punktheimspiel. Nach einem Sieg in München wäre kommende Woche die Partie in Ingolstadt gegen die Stuttgart Scorpions ein „Endspiel“ um Rang vier, sollten die Scorpions ihrerseits diese Woche nicht gegen Frankfurt Universe und die Allgäu Comets nicht gegen die Schwäbisch Hall Unicorns gewinnen.

 

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