Übergabe an das neue Präsidium stockt

Frankfurt – Nachdem in der Woche nach der Amtsübernahme das neue Präsidium die ersten Unterlagen von Robert Huber übergeben bekommen hat und der Zugang zum Verbandskonto eingerichtet wurde, konnte sich das neue Präsidium einen ersten Überblick verschaffen.

Als erste Amtshandlung hat das Präsidium um ein Gespräch mit dem alten Präsidium gebeten. Beim ersten Termin waren Thomas Meyer und Jan Bublitz anwesend, später gab es noch ein Gespräch mit Uwe Talke und Josef Andres. Robert Huber kam der Einladung nicht nach. Alle vier ehemaligen Präsidiumsmitglieder wurden mit dem aktuellen Kontostand konfrontiert und mit den ungewöhnlichen Kontobewegungen in den letzten Tagen vor der Bundesversammlung sowie der Fülle von geschlossenen Verträgen in den letzten Wochen des AFVD mit Robert Huber bzw. seiner Firma. Alle vier haben sich nur teilweise dazu äußern wollen, da sie über die gesamten Vorgänge anscheinend nicht oder nur ungenügend informiert waren. Obwohl Thomas Meyer und Josef Andres nahezu alle Verträge für den AFVD unterschrieben haben und Vizepräsident Finanzen Thomas Meyer alle Zahlungen freigegeben hat.

Das Präsidium hat im Anschluss alle Landesverbände zu einer Onlinekonferenz eingeladen, um über die aktuelle Situation und die Ergebnisse der Gespräche mit den vier Präsidiumsmitgliedern zu berichten. Ebenso wurde über die Notwendigkeit der Kündigung von zwei Mitarbeitern und der Anmietung eines Raumes für die Geschäftsstelle ab 01.01.2023 in der PSD Bank Arena berichtet. Der Umzug der Geschäftsstelle wird nötig, da mit Ausscheiden von Robert Huber aus dem Präsidium das Mietverhältnis vom Vermieter Robert Huber mit sofortiger Wirkung beendet wurde. Trotz der im Voraus vom AFVD überwiesenen Miete bis März 2023 an den Vermieter Robert Huber.

Michael Schwarzer bleibt weiterhin als Geschäftsführer im Amt und wertvolle Schnittstelle zu allen Bereichen.

In der Folgewoche fand eine weitere Übergabe mit Robert Huber statt, in der unter anderem zwei Computer ausgehändigt wurden. Beide Computer sind am Vortag der Übergabe komplett bereinigt worden. Somit gibt es keine digitalen Daten der Buchhaltung und weiterhin unvollständige Unterlagen. Die Aushändigung der fehlenden Unterlagen wurde angemahnt – ohne Reaktion. Hinzu kommt, dass das Jahr 2022 komplett neu gebucht werden muss, da die vorgefundene „Buchhaltung“ nicht annähernd den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung entspricht. Das Jahr 2021 wird noch aktuell gesichtet. Für beide Jahre hat die Bundesversammlung den Vorstand nicht entlastet. Das Präsidium wird trotz der widrigen Umstände versuchen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Haushaltsplan für 2023 aufzustellen, der bei der außerordentlichen Bundesversammlung am 11.02.2023 den Landesverbänden zur Abstimmung vorgelegt werden kann. Dieser wird jedoch nur die elementarsten Fixkosten abdecken können, da auch ein Großteil der Einnahmen aus Lizenzgebühren für 2023 bereits ausgegeben wurde. Das Präsidium hat eine Fach-Anwaltskanzlei mit der Prüfung der Vorgänge beauftragt.

Neue Adresse und Telefonnummer:

American Football Verband Deutschland e.V.

Richard-Herrmann-Platz 1

60386 Frankfurt am Main

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