Entscheidungen werden fallen

In einem Monat starten die Playoffs um die deutsche Meisterschaft im American Football, die am 12. Oktober im German Bowl in der Frankfurter Commerzbank-Arena entschieden werden wird. Am Wochenende des 24. und 25. August werden einige wesentliche Vorentscheidungen der Punktrunde fallen. Meister Schwäbisch Hall Unicorns steht als abermaliger Gruppensieger im Süden bereits fest, Vizemeister Frankfurt Universe würde am Samstag bereits ein Unentschieden beim Tabellenletzten Kirchdorf genügen, um Rang zwei und damit ebenfalls Heimrecht im Viertelfinale sicher zu haben. Das Hinspiel gewannen die Frankfurter klar mit 38:17 und haben überhaupt noch nie gegen ein anderes GFL-Süd-Team als Schwäbisch Hall verloren, seit sie in der ersten Liga spielen.

Ebenfalls zu favorisieren sind tags darauf die noch ungeschlagenen New Yorker Lions im Heimspiel gegen die bislang sieglosen Düsseldorf Panther. Für die Braunschweiger bedeutet ein abermaliger Erfolg dabei den siebten Gruppensieg in der GFL Nord in Folge, für den Aufsteiger aus dem Rheinland die Gewissheit über den Gang in die Relegation als Tabellenletzter. Im Süden könnten zudem die Marburg Mercenaries mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen die Allgäu Comets den dritten Rang endgültig sichern. Nach dem klaren Erfolg der letzten Woche gegen die allerdings ersatzgeschwächten Munich Cowboys ist dies den hessischen Universitätsstädtern zuzutrauen, auch wenn die Kemptener Gäste mit zuletzt vier Siegen in Folge mächtig aufgeholt haben.

Im Norden werden Rang zwei und drei am Sonntag noch nicht endgültig vergeben. Die Hildesheim Invaders, die nach der 0:37-Heimniederlage gegen die New Yorker Lions nun zeigen müssen, dass sie auch herbe Rückschläge wie ein Spitzenteam wegstecken können, reisen nach Köln zu den Cologne Crocodiles. Für die Crocodiles wäre  eine Niederlage das endgültige Aus der Playoff-Hoffnungen. Das Schicksal droht ihnen auch, sollten die Berlin Rebels ihr Heimspiel gegen die Dresden Monarchs für sich entscheiden können. Das erste der beiden Aufeinandertreffen des Jahres zwischen den Berlinern und den Sachsen sollte eines der spannendsten Duelle des drittletzten GFL-Spieltages werden. Beide spielen kompromisslos in der Verteidigung, die in der ersten Saisonhälfte klaren Vorteile der Dresdner in punkto Angriffsstärke waren zuletzt nicht mehr so deutlich zu sehen. Dresden braucht einen einzigen Sieg gegen die Berliner, um mindestens Rang drei sicher zu haben, um damit den Schwäbisch Hall Unicorns im Viertelfinale aus dem Weg zu gehen. Berlin müsste dazu beide Spiele gegen die Dresdener gewinnen. Ein Sieg genügt den Rebels zwar, um vor Köln sicher Vierter zu bleiben.

Spannend bleibt es auch in der Abstiegsfrage im Süden. Die Munich Cowboys benötigen aus den beiden Spielen gegen die Ingolstadt Dukes mindestens ein Unentschieden, um sich zu retten und die Kirchdorf Wildcats in die Relegation zu schicken. Das Hinspiel steigt am Samstag in Ingolstadt, und für die Gastgeber geht es dabei noch um die Playoff-Chance. Denn gewinnen die Dukes die beiden bayerischen Duelle, spielen sie wahrscheinlich am Ende gegen Stuttgart im Saisonfinale noch um Rang vier.

Auch in der GFL 2 steht eine weitere endgültige Entscheidung bevor. In einem Lokalderby können am Samstag die Elmshorn Fighting Pirates den Meistertitel der GFL 2 Nord endgültig sichern. Gegner Hamburg Huskies bleibt nur noch ein letztes Saisonziel übrig: Dem Nachbarn aus Elmshorn die „Perfect Season“ zu vermiesen und zu verhindern, dass die große Meisterparty ausgerechnet nach dem Spiel gegen die Huskies gefeiert werden kann.

 

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