Neuaufstellung der Jugendnationalmannschaft für 2023

Im Rahmen der Neuaufstellung der IFAF und der damit verbundenen Planungsänderungen ergeben sich auch Veränderungen für die zukünftigen Planungen der Jugendnationalmannschaft.

Bislang gab es drei feste Termine für Maßnahmen der Jugendnationalmannschaft (zwei Wochen nach dem Jugendländerturnier / letztes Märzwochenende / Pfingstwochenende), um die Mannschaft zusammenzustellen und für das jeweils anstehende Turnier (bisheriger fester Termin: zweites Juli-Wochenende) vorzubereiten.

Doch mit der kompletten Abkehr von diesem Modell durch die IFAF ergibt sich die Notwendigkeit diese Termine umzustellen.

Das neue Modell der IFAF sieht vor, dass keine Turniere mehr gespielt werden, sondern zwei Spiele mit den Fixterminen Osterwochenende sowie am zweiten Septemberwochenende gespielt werden.

Dabei sollen in Jahr 1 die Gruppenspiele stattfinden und in Jahr 2 die Platzierungsspiele, so dass jedes Jahr Spiele stattfinden werden (für 2023 ist geplant, auf Basis der Gruppenergebnisse 2022 und abhängig vom Meldestatus die Platzierungsspiele zu spielen und 2024 einen neuen EM-Zyklus zu beginnen).

Dies bedeutet, dass der „normale“ Sichtungstermin zwei Wochen nach dem Jugendländerturnier zwar grundsätzlich bestehen bleibt, dieses Jahr aus logistischen Gründen allerdings auf drei Wochen nach dem Jugendländerturnier, also 19./20. November 2022 verlegt wird.

Um den Veränderungen Rechnung zu tragen wird außerdem die Sichtungsstruktur etwas angepasst.

Die Hauptsichtungsmaßnahme ist das Jugendländerturnier und für Spieler, die sich für die Jugendnationalmannschaft empfehlen wollen, ist dies die vorgesehene Plattform dafür.

Ergänzend dazu gibt es drei weitere Wege für Spieler in die Jugendnationalmannschaft:

  1. Spieler der aktuellen Jugendnationalmannschaft aus dem laufenden Jahr, die im folgenden Jahr noch spielberechtigt sind
  2. Ausgewählte Empfehlungen der GFLJ-Coaches und/oder Landesauswahlcoaches
  3. Spieler, die entweder verletzungsbedingt oder aus organisatorischen Gründen (z.B. wegen eines Auslandsaufenthalts) nicht am Jugendländerturnier teilnehmen können, können ein Video zur Sichtung einschicken. Allerdings sollte klar sein, dass hierüber nur  Spieler mit einer echten Perspektive auf den 45er-Kader eingeladen werden.

Offene Sichtungsmaßnahmen bzw. reine Sichtungsmaßnahmen wird es nicht mehr geben, da hierfür im Zeitplan einfach keine Zeit mehr übrig ist und die sonst im System übersehenen Rohdiamanten aus unteren Ligen in der Vergangenheit die absolute Ausnahme waren, der hierfür zu betreibende Aufwand aber immer enorm war.

Mit der so zusammengestellten Auswahl an Spielern wird im November-Camp dann bereits direkt in die Spielvorbereitung für das Spiel am Osterwochenende gegangen. Auf Basis des Camps und der eingegangenen Videos wird dann der 75er-Kader zusammengestellt (voraussichtliche Bekanntgabe ca. Ende Januar), der die Basis für die EM-Spiele bilden wird.

Mit diesen 75 Spielern wird dann unmittelbar vor dem Spiel am Oster-Wochenende ein weiteres Camp veranstaltet, um dem Team den letzten Schliff für das erste Spiel zu verpassen und den endgültigen 45er-Kader herauszuarbeiten.

Da die IFAF auf dieser Struktur für die Zukunft plant, bedeutet dies, dass der ursprüngliche Fixtermin für die Jugendnationalmannschaft am Pfingstwochenende somit entfällt und stattdessen hierfür das Osterwochenende eingeplant werden muss.

Das bisher für Turniere vorgesehene zweite Juliwochenende entfällt ebenfalls – dafür kommt das zweite Septemberwochenende hinzu, was in der Spielplan-Gestaltung der GFLJ als spielfrei eingeplant werden sollte.

Mit dieser Neuaufstellung ist auch eine Personal-Veränderung im Coaching Staff verbunden.

Wir bedanken uns bei Ralf Peifer, der in der Jugendnationalmannschaft in den letzten 15 Jahren als Defensive Line Coach und Special Teams Coordinator sich in herausragender Weise um die Förderung und Entwicklung – sowohl auf sportlicher als auch persönlicher Ebene – zahlreicher Spielergenerationen verdient gemacht hat und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft!

Ihm als Special Teams Coordinator nachfolgen wird Jürgen Lengling, bisheriger Offensive Line Coach.

Die Position des Offensive Line Coaches ist daher neu zu besetzen und eine entsprechende Ausschreibung wird parallel veröffentlicht.

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