Dresden und Berlin im entscheidenden Duell

Der letzte Spieltag der GFL-Punktrunde bringt in der Nord-Gruppe die Entscheidung über die Plätze zwei bis vier. In der GFL Süd können sich die Stuttgart Scorpions den letzten noch zu vergebenden Platz für die Endrunde um die Meisterschaft sichern. Dazu müssten sie entweder selbst bei den Ingolstadt Dukes gewinnen. Oder sich darauf verlassen, dass Meister und Titelverteidiger Schwäbisch Hall Unicorns nach dem 71:26-Sieg in Kempten auch im Rückspiel gegen die Allgäu Comets seine ununterbrochene Siegesserie von 47 Erfolgen seit 2017 nicht reißen lassen wird.

Für die Unicorns könnte es innerhalb der GFL Süd so die vierte „Perfect Season“ in Folge werden. Ein Bundesliga-Punktspiel haben sie zuletzt am 5. Juli 2015 verloren – damals gegen die Allgäu Comets in Kempten. Ebenso wie die New Yorker Lions aus Braunschweig im Norden gegen Kiel wollen die Haller natürlich auch im letzten Punktspiel des Jahres weiter ihren Nimbus aufrecht erhalten, unabhängig davon, dass die Entscheidung über den ersten Tabellenplatz in der Gruppe bereits gefallen ist und beide auf ihrer angepeilten Route Richtung German Bowl XLI (am 12. Oktober ab 18 Uhr in der Frankfurter Commerzbank-Arena) in Viertel- und Halbfinale nicht reisen müssen.

Wer ihre Gäste zum Playoff-Auftakt auch immer sein werden – zu beneiden sind sie um diese Aufgaben ganz sicher nicht. In der GFL Nord geht es am Samstag ganz direkt zwischen den Dresden Monarchs und den Berlin Rebels darum, dieses Schicksal zu vermeiden. Beide wissen, worum es geht: Dresden ist 2015, 2016 und 2018 in Schwäbisch Hall aus den Playoffs ausgeschieden, Berlin 2017. Will man es positiv ausdrücken, dann bekommt der Verlierer ihrer Begegnung im Heinz-Steyer-Stadion die nächste Chance, es besser zu machen. Realistisch gesehen ist es eher so, dass eine lange Anreise und ein in diesem Jahr eher noch verbesserter Gegner sich zu einer wahren Herkulesaufgabe aufsummieren…

Beide Mannschaften pflegen eine gesunde Rivalität zueinander, es steht sehr viel auf dem Spiel, und beide Teams verfügen über sehr starke Defenses. Viele Punkte sind da nicht unbedingt zu erwarten. Gut möglich also, dass hier nicht Receiver-Stars wie Dresdens GFL-Top-Scorer KeVonn Mabon am Ende die Entscheidung liefern, sondern deren Gegenspieler aus den Defensive Backfields. Omari Williams (bereits acht Interceptions 2019) auf Dresdener Seite und Paul Morant (sechs) sind in der GFL Nord jedenfalls die Verteidiger mit den meisten abgefangenen Pässen.

Mit einem Sieg sichern sich die Dresdener Rang zwei, für die Berliner geht es nur auf Platz drei, sollten sie in Dresden gewinnen. Denn die Hildesheim Invaders haben drei ihrer vier Spiele innerhalb dieses Trios gewonnen und sind von den Berlinern so nicht mehr zu überholen. Die Invaders treten nach drei Niederlagen in Folge erstmals unter ihren Interimstrainern Gerrit Meister, Jabari Johnson und Jens Heinecke an. Im letzten Punktspiel gegen Potsdam wollen sie vorerst auf Quarterback Casey Therriault verzichten, der 30-Jährige ist weiter am Fuß verletzt. Auf Seiten der Invaders fehlen außerdem weiterhin Jaleel Awini, Viktor Bürger, Semmie Raji und Adrian Jiménez. Wer auch immer der erste Playoff-Gegner der Invaders sein wird (Frankfurt zu Hause oder Marburg in Hildesheim) – seine Spione werden bei diesem Spiel wenig Erkenntnisse sammeln können, was in zwei Wochen wirklich zu erwarten sein wird.

 

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